
an dem man sich gesehen und gehalten fühlt –
auch nach schwierigen Zeiten.
Familie darf ein Ort sein,
Das sagen meine Patient:innen
Darf ich wieder kommen? Und in die Höhle (Geburtshöhle) gehen mit wackeln und klopfen?
Kleine Schwester 4 Jahre: «Ich auch!
Kind (8)
Danke für Ihr Sein! Sie tun mir gut!
A (55)
Ich bin so froh dass endlich einmal jemand mein Kind sieht!
H (45)
Wenn Verhalten schwierig wird – Kinder verstehen, statt bewerten
Kinder, die sich selbst oder anderen gegenüber mit herausforderndem Verhalten zeigen, stellen Eltern oft vor große Fragen – und manchmal auch an ihre Grenzen.
Wir leiden mit, wenn unser Kind Angst hat, Schmerzen erlebt oder überreagiert. Und es fällt schwer, ruhig zu bleiben und verständnisvoll zu begleiten, wenn das Verhalten für uns Erwachsenen gar nicht nachvollziehbar erscheint.
Schnell sind dann Sätze gesagt wie:
„Stell dich nicht so an.“
Doch was in diesem Moment passiert, ist schmerzhafter, als es scheint: Wir sprechen dem Kind ab, dass seine Wahrnehmung gültig ist – und gefährden damit die sichere Beziehung, die es so dringend braucht.
Solche Reaktionen kommen selten aus Lieblosigkeit, sondern meist aus Unverständnis und Überforderung. Deshalb möchte ich hier ein paar typische kindliche Symptome mit möglichen Hintergründen aufzeigen – aus meiner langjährigen Arbeit mit Familien und Kindern:


Verstehen beginnt dort, wo Zuhören möglich wird – und Veränderung dort, wo Verbindung wieder spürbar ist.
Was Kinder zeigen – und was dahinterstecken kann
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Schreckhaftigkeit
→ Häufig Folge eines überwältigenden Ereignisses: Unfall, Sturz, plötzliche Trennung, Kaiserschnittgeburt im Schlaf -
Angst vor Krankheit oder Tod
→ z. B. durch intensive Pandemie-Berichterstattung oder Angstmachende Aussagen im Umfeld: „Draußen ist alles gefährlich.“ -
Hyperaktivität, Konzentrations- oder Lernschwierigkeiten
→ oft verknüpft mit einem Nervensystem, das dauerhaft im Alarmzustand ist – z. B. nach schwieriger Geburt, Kaiserschnitt oder Geburt mit Hilfsmitteln -
Körperliche Ursachen mit seelischer Wirkung
→ z. B. ein gestresster Darm (Lebensmittelunverträglichkeit, Nervosität), Spannungen durch Zahnspange (Einfluss auf Schädel, Statik und Nervensystem)
Stress im Nervensystem hinterlässt Spuren
Viele dieser Verhaltensweisen sind Ausdruck eines Nervensystems im Überlebensmodus. Kampf, Flucht oder „Wegbeamen“ sind kluge Strategien des Körpers, um Überwältigung zu vermeiden.
Solche Reaktionen entstehen aus Erfahrungen, die als bedrohlich erlebt wurden – sei es durch Übergriffe, medizinische Eingriffe, Trennungserfahrungen oder auch durch scheinbar „alltägliche“ Erlebnisse, die für das Kind zu schnell, zu viel oder zu unverarbeitet waren.
Wertschätzung statt Bewertung
Wenn wir beginnen, die Sprache der Symptome zu verstehen, entsteht etwas Kostbares: Verbindung.
Und aus dieser Verbindung heraus kann sich das Nervensystem beruhigen, neue Sicherheit entstehen – und das Kind darf sich wieder als ganz erleben.
Gern begleite ich euch und euer Kind auf diesem Weg – feinfühlig, klar und mit einem Blick für das, was hinter dem Verhalten liegt.
